Buchtipps für große Geschwister in spe

Genau wie das erste verändert auch das zweite Kind noch einmal alles: die ganze Familie, der Alltag mit all seinen Routinen und Ritualen wird durcheinandergewirbelt und auf Null gesetzt. Und da das nicht zum ersten Mal passiert, ist man sich dessen im Vorhinein noch viel bewusster – zumindest ich hatte den größten Respekt davor, um nicht zu sagen Angst.

Schon im Laufe der Schwangerschaft kreisten meine Gedanken nicht nur um das neue Baby und den neuen Familienalltag, sondern vor allem auch um Anna.

Wo bringen wir sie unter während der Geburt? Wie wird sie damit klarkommen, dass ich einige Tage im Krankenhaus bin? Wie wird sie auf ihre Schwester reagieren? Wird unsere Beziehung leiden, weil ich sie hinten anstellen muss?

Neben dem typischen Geschenk, was das Baby der großen Schwester bzw. dem großen Bruder mitbringt, wollte ich sie also schon frühzeitig auf alles vorbereiten.

Hier meine Top 3 unter den zahlreichen Büchern zur Vorbereitung auf ein Geschwisterchen:

1) das Buch „Mit dir sind wir vier“ von Lilli L’Arronge – sehr humorvoll und lieb gezeichnet, mit super Reimen, die Anna nach kurzer Zeit mit aufsagen konnte. Das Buch schaut sie sich auch immer noch gern an und beim letzten Reim „groß, klein, kleiner, wir“ geht uns auch jedes Mal das Herz auf.

2) das Buch „Unser Baby“ aus der „Wieso Weshalb Warum“-Reihe – kindgerecht, sachlich ehrlich und mit vielen Klappen bereitet dieses Buch auch schon die Kleinsten auf ein neues Baby in der Familie vor. Anna hat immer neugierig in den Bauch der Mama im Buch geschaut und so eine gute Vorstellung dessen bekommen, was bei mir in der Schwangerschaft vor sich ging. Für das Alter zwischen zwei und drei Jahren fand ich dieses das am besten gelungene Geschwisterbuch.

3) mein absoluter Favorit (und meine eigene Idee) war ein kleines Fotobuch im Taschenbuchformat namens „Anna als Baby“. Vom Schwangerschaftsfoto über die Zeit in der Klinik, das Stillen, die zahlreichen Besucher und Geschenke sowie die ersten Male (Baden, im Kinderwagen, in der Trage, im Biergarten usw.) habe ich alles dokumentiert. Ich habe gehofft, dass Anna auf diese Weise sieht, dass ihre kleine Schwester keine Sonderbehandlung bekommt, sondern sie das als Baby auch alles hatte. Vor allem wegen des Stillens hatte ich mir viele Gedanken gemacht, aber im Endeffekt lief es super. Anna hat wie ein Mantra immer wiederholt, dass sie auch in meinem Bauch war als Baby und an der Brust getrunken hat und hatte zu keinem Zeitpunkt ein Problem damit.

Auch wenn natürlich hin und wieder kleine Eifersüchteleien aufkommen, ist Anna insgesamt eine sehr fürsorgliche und stolze große Schwester. Das ist einerseits ihr Charakter, aber andererseits sicher auch auf diese gute Vorbereitung mit Büchern, Fotos und vor allem viel Reden und Erklären zurückzuführen.

Ich wünsche allen, die sich ähnliche Gedanken machen, alles Gute und hoffe, dass meine Tipps einen kleinen Beitrag zu einem harmonischen Start ins neue Familienleben beitragen können.

Christine

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