Das neue Leben mit Baby – Erwartungen und Erkenntnisse einer 16-monatigen Mutter

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Vor ein paar Tagen ist Anna 16 Monate alt geworden. Zeit für mich, mal wieder in ihr Erinnerungsbuch zu schreiben. Natürlich nicht ohne die alten Einträge zu lesen und zu staunen, was ich in Zwischenzeit schon wieder alles vergessen habe. Vor allem mit Kind wird einem noch ein Mal klar, dass wir wirklich jeden Tag dazulernen. Meine bisherigen Erkenntnisse bzw. Einsichten möchte ich aber schon mal hier festhalten für andere und gegen meine eigene Vergesslichkeit.

Denn nach über einem Jahr als Mama kann ich eigentlich schon ganz gut mitreden wenn es um (Nicht-)Schlafen, Phasen und gute Ratschläge geht. 🙂

  • Erst wenn man selbst Mama oder Papa ist, sollte man eine Meinung über Geburt, Erziehung, Elternspießigkeit und Familienbett äußern.
  • Ansonsten ist es auch vollkommen okay, vorherige Meinungen zu revidieren.
  • Wehen sind wirklich Schmerzen, die mit nichts zu vergleichen sind. Schon gar nicht mit Regelschmerzen. Leider. Aber sie sind wirklich alles wert.
  • Und eine PDA wirkt Wunder.
  • Eine Geburt kann auch ein sehr schönes Erlebnis sein.
  • Es stimmt, dass man die Schmerzen mit der Zeit vergisst.
  • So wie alles andere auch. 🙂
  • Die erste Zeit mit Baby ist anstrengend und nicht nur rosarot. Und das ist total normal.
  • Alle Neu-Eltern kontrollieren gefühlt minütlich ob ihr Baby noch atmet.
  • Nicht jede Frau kann stillen.
  • Milchpumpen sind entwürdigend, aber hilfreich.
  • Anfangs machen Babys wirklich kaum etwas außer schlafen, trinken und kacken. Das wird einem aber erst viel später klar.
  • Du kannst nie alles so genießen, wie alle dir raten.
  • Genausowenig wie du immer schlafen kannst, wenn das Baby schläft. Außer du putzt auch wenn das Baby putzt. 🙂
  • Essen, wenn das Baby isst, wäre ein guter Rat. Für den Anfang reicht es aber auch, nicht zu vergessen überhaupt etwas zu essen.
  • Hormone sind der absolute Wahnsinn.
  • Man kommt mit viel weniger Schlaf aus, als man denkt.
  • Und man kann viel mehr Liebe empfinden, als man sich vorstellen kann.
  • Sehr vieles lässt sich auch mit nur einer freien Hand erledigen. Wenn man beide Hände braucht, ist eine Babytrage Gold wert.
  • Auch beim ersten Kind kann man sich sehr gut auf das eigene Bauchgefühl verlassen.
  • Wir sind die Eltern und machen die Regeln. Nicht die nette, erfahrene Dame im Bus und auch nicht die Großeltern.
  • Wenn man es googelt, ist es immer Krebs. Das gilt auch für Kinderthemen.
  • Ein Baby stirbt weder an einem Grad zu kaltem Wasser noch an einem gehäuften Löffel Milchpulver.
  • Prof. Dr. Hipp kocht mindestens genauso gut für mein Kind wie ich selbst.
  • Es schadet dem Kind nicht, wenn es vielseitige Speisen probiert. Auch wenn mal Zucker drin ist, oder Sand.
  • Als Eltern streitet man anfangs mehr.
  • Aber man braucht einfach Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und dann ein noch stärkeres Team zu werden, als man davor war.
  • Die Zeit vergeht wirklich viel zu schnell.
  • Trotz aller Liebe möchte man das eigene Kind manchmal an die Wand klatschen.
  • Es fühlt sich an wie ein Gipfelsieg, wenn das Baby abends endlich schläft.
  • Die hart erkämpften freien Abendstunden verbringen Eltern dann gerne damit, sich Fotos und Videos vom Baby anzuschauen.
  • Lange Abende mit Freunden enden gegen 20 Uhr, weil dann auch das fitteste Kleinkind beginnt vor Müdigkeit alles zusammenzuschreien.
  • Kinderklamotten dürfen dreckig werden und Löcher haben.
  • Ab einem gewissen Moment essen Kinder besser oder auch nur, wenn sie selbst löffeln dürfen.
  • Es ist nur eine Phase. Und sie geht vorbei. Immer. Egal ob gut oder schlecht.
  • Ein Baby, das nicht in den Schlaf findet, bringt auch dem ungeduldigsten Menschen (mir) Geduld bei. Da staunt meine Mama heute noch.
  • Blumen, Steine, Wasser, Sand & Co bekommen einen ganz neuen Stellenwert mit Kind.
  • Die meisten Menschen sind freundlicher, wenn man mit Kind unterwegs ist. Außer es schreit. Dann bekommt man im besten Fall sehr viele sehr gute Ratschläge.
  • Diese Ratschläge bekommt man auch sonst gerne mal ungewollt.
  • Da hilft nur nicken und lächeln.
  • Und zumindest in meinem Fall fällt das Lächeln meist nicht schwer, denn mit Anna ist zwar viel anstrengender und umständlicher, aber vor allem auch lustiger geworden.
  • Das Leben mit Kind ist einfach nicht wie vorher. Es ändert alles. Und das ist auch gut so. Ein Leben ohne diesen kleinen, manchmal nervigen Menschen, den du trotzdem mehr liebst als alles andere, wäre nämlich ab sofort unvorstellbar.

Diese Liste ist sicher bis ins Unendliche erweiterbar, deswegen freue ich mich sehr über gute, lustige oder erstaunliche Tipps von anderen Eltern.

Christine

 

2 Kommentare zu „Das neue Leben mit Baby – Erwartungen und Erkenntnisse einer 16-monatigen Mutter

  1. Jedes Lächeln lässt die letzte schlaflose Nacht, zerkaute Brustwarze oder einen Milchstau vergessen.

    Die Ruhe vor dem Sturm – nach einer entspannten und schönes Zeit kommt wieder ein Schub, der alle Strukruren und Abläufe zunichte macht. Ist der Schub geschafft, kann das Baby plötzlich Dinge die einen ins Staunen bringen.

    Nur Eltern- Freunde verstehen deine Situation und man selbst könnte sich ohrfeigen wie man zu Freunden war, die vor einem ein Kind bekommen haben.

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